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Gerade in den ersten Monaten verbringt ihr unglaublich viel Zeit am Wickelplatz. Mehrmals täglich wird gewickelt, umgezogen, gekuschelt und manchmal auch einfach kurz innegehalten. Deshalb darf der Wickelplatz viel mehr sein als nur „praktisch“ – er darf ein liebevoller, sicherer und gemütlicher Ort für euch und euer Baby werden.
Ich bin Maike Campen, Hebamme und selbst Mama, und aus meiner Erfahrung weiß ich: Ein gut geplanter Wickelplatz macht den Alltag mit Baby oft so viel entspannter. Denn gerade in den ersten Wochen, wenn noch alles neu ist, tut es gut, einen festen Ort für diese kleinen Routinen zu haben.
Und ein kleiner Hebammentipp vorweg: Die ganz kleinen Neugeborenen schimpfen beim Wickeln häufig erstmal ein bisschen. Das ist wirklich ganz normal und bedeutet nicht, dass ihr etwas falsch macht. Viele Babys mögen den Temperaturwechsel am Anfang einfach nicht besonders gern oder fühlen sich ohne die enge Begrenzung plötzlich etwas „frei“. Auch das helle Licht oder kalte Feuchttücher können sie anfangs irritieren. Mit der Zeit wird das meist deutlich entspannter.
Nicht Umso schöner ist es, wenn ihr den Wickelplatz warm und kuschelig gestaltet. Eine weiche, gemütliche Wickelunterlage macht dabei einen großen Unterschied. Besonders schön finde ich Baumwollüberzüge, zum Beispiel von Petite Amélie, weil sie sich angenehm weich anfühlen und direkt mehr Gemütlichkeit schaffen. Viele Babys entspannen sich sofort mehr, wenn die Unterlage nicht kühl oder glatt wirkt.
Gerade in den ersten Wochen hilft außerdem eine ruhige Atmosphäre. Ein sanftes Nachtlicht statt greller Beleuchtung, leise Stimmen oder ein kleines Mobile können den Wickelmoment viel entspannter machen. Babys lieben Wiederholungen und Rituale – oft reicht schon eure vertraute Stimme, damit sie sich sicher fühlen.
Mindestens genauso wichtig: Alles sollte mit einer Hand erreichbar sein. Windeln, Feuchttücher, Kleidung oder Pflegeprodukte gehören so platziert, dass ihr nicht weggehen oder euch weit strecken müsst. Denn eine Regel gilt immer: Eine Hand bleibt am Kind. Babys werden oft schneller mobil, als man denkt, und selbst ein kurzer Moment kann gefährlich werden.
Was ich Eltern außerdem immer empfehle: Legt euch zwei bis drei komplette Wechseloutfits direkt griffbereit. Gerade am Anfang passiert es oft, dass beim Wickeln plötzlich doch noch etwas daneben geht. Dann ist es Gold wert, nicht erst lange suchen zu müssen.
Kommode «Japandi» | Wenge
Auch die Raumtemperatur spielt eine größere Rolle, als viele denken. Babys kühlen beim Wickeln schnell aus, besonders direkt nach der Geburt. Angenehm sind meist etwa 22 bis 24 Grad im Raum. In den kälteren Monaten kann zusätzlich eine Wärmelampe hilfreich sein – wichtig ist dabei nur, genügend Abstand einzuhalten und sie nie unbeaufsichtigt laufen zu lassen.
Viele Eltern unterschätzen außerdem, wie sehr Kinder ihren Wickelplatz irgendwann lieben lernen. Sobald sie ein bisschen auf der Welt angekommen sind, wird dieser Ort oft zu einem ihrer Lieblingsplätze. Dort wird gelacht, erzählt, gesungen und gekuschelt. Der Wickelplatz wird ein kleiner vertrauter Raum im Alltag.
Gerade diese wiederkehrenden Momente stärken oft ganz nebenbei die Bindung zwischen euch und eurem Baby. Beim Wickeln habt ihr viel Blickkontakt, sprecht miteinander und nehmt euch ganz bewusst wahr. Für Babys sind das kleine Inseln von Nähe und Sicherheit.
Deshalb darf der Wickelplatz ruhig schön gestaltet sein. Vielleicht mit warmem Licht, einem Mobile, weichen Materialien oder kleinen Dingen, die euch Freude machen. Denn auch ihr Eltern verbringt dort jeden Tag viel Zeit. Natürliche Materialien und ruhige Farben schaffen oft sofort eine angenehmere Atmosphäre – nicht nur fürs Baby, sondern auch für euch selbst.
Und noch etwas, das ich als Hebamme immer wieder sehe: Perfekt muss hier gar nichts sein. Es geht nicht darum, den „schönsten“ Wickelplatz zu haben, sondern einen Ort, an dem ihr euch wohlfühlt und euren Alltag gut organisieren könnt. Manchmal sind es gerade die einfachen, praktischen Lösungen, die später am meisten Entlastung bringen.
Am Ende geht es beim Wickeln nämlich um weit mehr als nur um eine frische Windel. Es sind kleine Momente voller Nähe, Blickkontakt und Verbindung – und genau deshalb verdient dieser Platz ganz besonders viel Aufmerksamkeit.
Schon früh wusste ich, dass ich Hebamme werden möchte, und gehe diesen Weg nun seit über 20 Jahren. Durch meinen eigenen Alltag weiß ich, wie wichtig Ruhe, Struktur und einfache Lösungen im Familienleben sind. Neben der klassischen Hebammenarbeit arbeite ich auch mit osteopathischen Techniken, körperorientierter Therapie und Akupunktur. Ich glaube an praktische Unterstützung, die den Alltag wirklich leichter macht, ganz im Sinne von Petite Amélie. Mein liebstes Produkt von Petite Amélie ist die Montessori-Spielzeuglinie, die ich auch in meiner Praxis nutze. Die Spielboxen fördern Feinmotorik, Wahrnehmung und Selbstständigkeit, immer im eigenen Tempo des Kindes.